🥤 Totale Parenterale Ernährung (TPE)
Vollständige intravenöse Nährstoffversorgung bei intestinalem Versagen
Professionelle TPE-Versorgung durch Kipka Homecare
Sichere und umfassende Betreuung für parenterale Ernährungstherapie zu Hause
Jetzt Beratung anfragen💊 Was ist Totale Parenterale Ernährung?
Die Totale Parenterale Ernährung (TPE) bezeichnet eine Form der künstlichen Ernährung, bei der alle benötigten Nährstoffe direkt über das Blutgefäßsystem mittels Infusionen verabreicht werden. Der Begriff „parenteral“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „am Darm vorbei“ – der gesamte Verdauungstrakt wird dabei umgangen.
🏥 Medizinische Indikationen für TPE
Eine Totale Parenterale Ernährung wird notwendig, wenn der Magen-Darm-Trakt aufgrund verschiedener Erkrankungen seine Funktion nicht mehr erfüllen kann:
Schwere Darmerkrankungen
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und das Kurzdarmsyndrom nach ausgedehnten Darmresektionen führen häufig zu einer unzureichenden Nährstoffaufnahme.
Chirurgische Eingriffe
Nach größeren Bauchoperationen oder Darmresektionen wird die parenterale Ernährung eingesetzt, um die Heilung zu unterstützen, ohne den Verdauungstrakt zu belasten.
Onkologische Erkrankungen
Krebspatienten mit Tumoren im Magen-Darm-Bereich oder nach intensiver Chemotherapie können oft keine ausreichende Nahrung aufnehmen.
Schwere Trauma und Verbrennungen
Bei großflächigen Verbrennungen oder schweren Verletzungen steigt der Energiebedarf des Körpers erheblich an.
🧪 Zusammensetzung der TPE-Lösungen
Die parenteralen Ernährungslösungen bestehen aus präzise zusammengestellten Nährstoffmischungen, die alle lebensnotwendigen Substanzen enthalten:
Aminosäuren
Essentielle Bausteine für Proteine. Standardlösungen enthalten alle wichtigen Aminosäuren wie Alanin, Arginin, Glycin, Histidin, Isoleucin, Leucin und Lysin.
Kohlenhydrate
Glukose als Hauptenergiequelle, üblicherweise in einer Konzentration von 15-25%. Sorgfältige Überwachung zur Vermeidung von Blutzuckerschwankungen.
Fettemulsionen
Raffinierte Pflanzenöle wie Olivenöl und Sojaöl liefern essentielle Fettsäuren. Moderne Emulsionen mit Phospholipiden für bessere Verträglichkeit.
Elektrolyte & Vitamine
Natrium, Kalium, Magnesium, Phosphat, Calcium sowie alle Vitamine und Spurenelemente individuell dosiert.
🔌 Zugangsarten für die TPE
Für eine langfristige parenterale Ernährungstherapie sind verschiedene Katheter-Systeme verfügbar:
Tunnelierte Katheter
Hickman-, Groshong- oder Broviac-Katheter werden subkutan getunnelt. Diese Technik reduziert das Infektionsrisiko erheblich.
Implantierte Portsysteme
Für wochenlange bis monatelange Ernährung. Falls bereits ein Port vorhanden ist, wird dieser für die parenterale Ernährung genutzt.
PICC-Line
Peripherer zentralvenöser Katheter für mittelfristige Therapien. Einfache Anlage ohne Operation.
🔬 Überwachung und Laborkontrollen
Die TPE erfordert eine engmaschige medizinische Überwachung durch spezialisierte Zentren:
Wichtige Überwachungsparameter
⚠️ Mögliche Komplikationen und Risiken
Trotz sorgfältiger Durchführung können bei der TPE verschiedene Komplikationen auftreten:
Katheter-assoziierte Infektionen
Statistische Daten zeigen 0,34 Episoden einer Kathetersepsis pro Katheter und Jahr. Bei dreijähriger TPE besteht praktisch eine 100%ige Wahrscheinlichkeit für eine Kathetersepsis.
Thrombotische Komplikationen
Thrombotische Katheterverschlüsse treten mit einer Rate von 0,071 Episoden pro Katheter und Jahr auf. Zentralvenöse Thrombosen sind mit 0,027 Episoden pro Jahr möglich.
Lebererkrankungen
Bei Langzeit-TPE kann es zu progredienten Lebererkrankungen bis hin zur Leberzirrhose kommen. Die Genese ist multifaktoriell.
Knochenstoffwechselstörungen
Über 40% der TPE-Patienten entwickeln eine Osteoporose. Ursache ist ein nicht optimaler Kalzium-Phosphat-Vitamin-D-Stoffwechsel.
🧼 Hygiene und Pflegestandards
Die strikte Einhaltung von Hygienevorschriften ist bei der TPE von entscheidender Bedeutung:
Hygienische Händedesinfektion
Vor jeder Manipulation am Katheter oder Infusionssystem muss eine hygienische Händedesinfektion erfolgen.
Aseptische Katheterversorgung
Regelmäßige Verbandwechsel unter sterilen Bedingungen und sachgerechte Hautdesinfektion.
Personalschulung
Das Pflegepersonal muss regelmäßig in aseptischen Arbeitsweisen geschult werden.
💰 Kostenübernahme und Versorgung
Die Kosten für die parenterale Ernährung werden vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Versicherte haben lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Zuzahlungen zu leisten.
Lebensqualität und Prognose
Die TPE ermöglicht vielen Patienten mit intestinalem Versagen ein Überleben und kann die Lebensqualität erheblich verbessern. Für Patienten, die zum Teil lebenslänglich auf diese Therapieform angewiesen sind, bedeutet die Möglichkeit der häuslichen Versorgung einen erheblichen Zugewinn an Lebensqualität.
🏥 TPE-Versorgung durch Kipka Homecare
Kipka Homecare unterstützt Patienten umfassend im Bereich der parenteralen Ernährung als wichtigem Baustein der häuslichen Intensivversorgung.
Umfassende Beratung
Professionelle Beratung zu allen Aspekten der parenteralen Ernährungstherapie.
Patientenschulung
Intensive Schulung von Patienten und Angehörigen für sichere häusliche Versorgung.
Infusionsmanagement
Organisation und Durchführung der kompletten Infusionstherapie.
Laborkoordination
Regelmäßige Laborkontrollen und Anpassung der Nährstoffzusammensetzung.
Häusliche Betreuung
Professionelle TPE-Versorgung in Ihrer gewohnten Umgebung.
24/7 Bereitschaft
Rund-um-die-Uhr erreichbar bei Komplikationen oder Notfällen.
