🔗 Hickmann-Katheter: Getunnelter Zentralvenenkatheter

Für langfristige intravenöse Therapie, parenterale Ernährung und Chemotherapie

Professionelle Hickmann-Katheter Versorgung durch Kipka Homecare

Spezialisierte Betreuung für getunnelte zentrale Venenkatheter

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💉 Was ist ein Hickmann-Katheter?

Ein Hickmann-Katheter ist ein zentralvenöser Dauerkatheter, der für die langfristige intravenöse Therapie eingesetzt wird. Entwickelt wurde dieser Kathetertyp in den 1970er-Jahren von Dr. John W. Hickman und zeichnet sich durch seine schlanke Silikonkanüle und einen subkutan gelegenen Tunnel aus. Durch diese Bauweise lassen sich häufige Nadelstiche an peripheren Venen vermeiden und die Gefahr von Infektionen reduzieren.

Hauptvorteil: Der subkutane Tunnel reduziert das Infektionsrisiko erheblich und ermöglicht eine Verweildauer von mehreren Monaten bis zu einem Jahr bei optimaler Pflege.

🔧 Aufbau und Funktionsweise

Ein Hickmann-Katheter besteht aus folgenden Komponenten:

Katheterschlauch

Aus biokompatiblem Silikon oder Polyurethan, meist zwei- oder dreilumig für verschiedene Medikamente.

Fixier-Disc

Sogenannte „Huber-Disc“ am Eintrittspunkt unter der Haut für sichere Befestigung.

Dacron-Manschette

Subkutanes Element, das das Einwachsen von Bindegewebe fördert und als Dichtungsbarriere dient.

Tunneltechnik: Durch die subkutane Tunnelstrecke gelangt ein Teil der Katheterschlaufe unter die Haut und verhindert so das Aufsteigen von Bakterien entlang der Katheterachse. Die Huber-Disc dient als Zugangspunkt für Nadeln mit angeschrägter Spitze, wodurch die Silikonwand geschont wird.

🎯 Anwendungsbereiche und Indikationen

Der Hickmann-Katheter kommt zum Einsatz, wenn eine dauerhafte oder wiederholte intravenöse Medikamentengabe, Infusionstherapie oder Blutentnahme erforderlich ist:

💊

Langzeit-Chemotherapie

Bei onkologischen Erkrankungen für regelmäßige Zytostatika-Gaben über Monate.

🥤

Parenterale Ernährung

Über Wochen bis Monate bei eingeschränkter oder fehlender Magen-Darm-Funktion.

🦠

Langfristige Antibiotikatherapie

Zum Beispiel bei Knochen- oder Herzklappeninfektionen über mehrere Wochen.

🩸

Regelmäßige Blutentnahmen

Zur Laborüberwachung ohne belastende periphere Punktionen.

🧼 Pflege und Handhabung

Die sachgerechte Pflege des Hickmann-Katheters ist essenziell, um Komplikationen wie Katheterinfektionen oder Thrombosen zu vermeiden:

Regelmäßiger Verbandwechsel

Der sterile Wundverband über dem Austrittspunkt sollte nach ärztlicher Anordnung, mindestens aber alle drei bis sieben Tage gewechselt werden. Dabei sind aseptische Techniken strikt einzuhalten.

Spülprotokoll

Zur Vermeidung von Katheterverschluss durch Fibrin- oder Medikamentenreste wird der Katheter nach jeder Anwendung mit Kochsalzlösung und gegebenenfalls Heparinlösung gespült.

Desinfektion der Zugangsstelle

Vor jedem Zugriff auf das Lumen muss die Huber-Disc mit einem geeigneten Hautantiseptikum mindestens 30 Sekunden lang behandelt werden.

Dokumentation

Alle Pflegeinterventionen, Verbandwechsel und Spülvorgänge werden in der Pflegedokumentation festgehalten für optimale Therapiesicherheit.

⚠️ Mögliche Komplikationen und Risiken

Trotz sorgfältiger Anlage und Pflege kann es im Verlauf zu Komplikationen kommen:

Katheterinfektionen: Lokalrezidiv oder systemische Infektion durch Keime entlang des subkutanen Tunnels oder im Blutkreislauf.
Katheterthrombosen: Bildung von Thromben im Katheter, die zu Lumenverschlüssen oder venösen Thrombosen führen können.
Mechanische Probleme: Dislokation, Knickbildung oder Materialermüdung des Katheters.
Luftembolie: Bei unsachgemäßem Öffnen des Systems kann Luft in die Vene gelangen und Embolien auslösen.
Wichtig: Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Fachpflegekräften und Patientinnen bzw. Patienten ist zentral, um diese Risiken zu minimieren.

❓ Häufige Fragen zum Hickmann-Katheter

Wie lange kann ein Hickmann-Katheter liegen bleiben?
Die Verweildauer richtet sich nach der Therapiedauer und der Katheterpflege. In der Praxis sind Liegezeiten von mehreren Monaten bis zu einem Jahr möglich.
Schmerzt die Anlage des Katheters?
Die Anlage erfolgt unter lokaler Betäubung oder Sedierung in einem sterilen OP-Bereich. Schmerzen sind meist minimal und gut beherrschbar.
Welche Alternativen gibt es?
Kurzzeitige intravenöse Therapien werden oft über periphere Venenverweilkatheter realisiert. Bei mittellangfristigen Therapien kann ein Port-System oder PICC-Katheter in Frage kommen.

🏥 Hickmann-Katheter und Kipka Homecare

Kipka Homecare begleitet Patientinnen und Patienten professionell bei der Versorgung von Hickmann-Kathetern mit höchster Fachkompetenz.

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Fachgerechte Anleitung

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Angehörigenschulung

Umfassende Einweisung von Angehörigen und Pflegekräften im sterilen Umgang.

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Ihr Vorteil: Mit Kipka Homecare profitieren Sie von jahrelanger Erfahrung in der Versorgung getunnelter Kathetersysteme. Wir gewährleisten höchste Hygienestandards, lückenlose Dokumentation und 24/7-Bereitschaft für Ihre Sicherheit.
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